Eine McElroy zu viel von KL Hughes

[Rezension] Eine McElroy zu viel von KL Hughes

Ich wünsche euch schöne, entspannte Weihnachtstage und möchte euch für diese Zeit noch einen kleinen Buchtipp mit auf den Weg geben. 🙂 Ich liebe es, zur Weihnachtszeit in diesen kitschigen Liebesgeschichten zu versinken, doch bisher sind mir sehr wenig Bücher begegnet, in denen eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen im Mittelpunkt steht. Doch mit Eine McElroy zu viel* hat sich diese kleine Auswahl um eine süße Geschichte erweitert! Das Buch ist im September 2020 im Ylva Verlag erschienen, hat 228 Seiten und kostet 16,90 €.

Kurzbeschreibung Inhalt

Fiona Ng hat ihrem besten Freund Michael McElroy versprochen, sich über Weihnachten als seine feste Freundin auszugeben. Warum, weiß sie selbst nicht genau, denn seit sie denken kann, steht sie auf Frauen. Michael dagegen ist die ständigen Nachfragen zu seinem Beziehungsstatus von seiner Familie leid und hofft, durch Fiona ein Jahr Ruhe zu haben. Doch da hat er die Rechnung ohne seine neugierige, rothaarige Großfamilie gemacht, und besonders Michaels kleine Schwester Lizzie scheint Fiona ins Kreuzverhör zu nehmen, denn sie hat einen besonderen Narren an ihr gefressen…

Meine Meinung

Eine McElroy zu viel* ist eine süße, kurzweilige Weihnachtsgeschichte über eine Liebe, die dort entsteht, wo sie niemand erwartet hat und die dadurch für viel Trubel sorgt. Auch wenn bei den McElroys wie in jeder Familie auch viel im Argen liegt, so sind sie vor allem besonders warmherzig und wollen für alle nur das beste und ein schönes Weihnachtsfest. Die Familientraditionen zu Weihnachten, wie eine Schneeballschlacht bis zum bitteren Ende, ein Wettbasteln von Lebkuchenhäuschen oder das Geschwister-Wichteln, geben einem ein vertrautes Wohlgefühl, das sich viele zu Weihnachten sehnlichst wünschen.

Allerdings ist auch nicht alles in bester Ordnung. Da Fiona asiatische Wurzeln hat, ist sie dem Alltagsrassismus von Großmutter McElroy ausgesetzt, die das alles zwar nicht böse meint, Fiona mit ihren Aussagen jedoch trotzdem trifft. Inwieweit sich ältere Menschen hinsichtlich ihres selbstverständlichen Rassismus noch anzupassen haben oder bei ihnen sowieso schon alles verloren ist – darüber entbrennt ein Streit, der die Familie zu spalten scheint und in der sich vor allem eine für Fiona einsetzt: Lizzie.

Überhaupt scheint der Wirbelwind Lizzie Fiona immer weiter auf die Pelle zu rücken und bringt sie damit völlig aus der Fassung. Fiona ist doch für Michael hier und kann nicht einfach etwas mit seiner kleinen Schwester anfangen, von der sie nicht mal weiß, ob sie lesbisch ist. Lizzie habe ich zwar hin und wieder als aufdringlich empfunden, allerdings klärt sich ihr Verhalten an späterer Stelle auf.

Eine Großfamilie an Weihnachten unter einen Hut zu bringen, bedeutet Chaos. Als die Gefühle zwischen Fiona und Lizzie nicht mehr unentdeckt bleiben, ist das Chaos allerdings perfekt. Denn plötzlich müssen sich sowohl Lizzie, Fiona als auch Michael vor der ganzen Familie erklären. Doch vielleicht muss Weihnachten nicht perfekt sein. Vielleicht ist dieses ehrliche Chaos genau das, was alle so dringend gebraucht haben.

Fazit

Eine McElroy zu viel* kann vor allem eines: Uns für ein paar Stunden in das herzliche, turbulente und chaotische Weihnachten einer Großfamilie auf einem riesigen Anwesen mitten im Schnee entführen. Die Liebesgeschichte bleibt auf erfrischende Weise realistisch, ohne gleich das „glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ vorauszusetzen. Neben der Freundschaft zu Michael und der Liebesgeschichte zu Lizzie wird auch wichtigen Themen wie Alltagsrassismus und Asexualität Raum gegeben, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Denn trotzdem bleibt die Geschichte optimistisch und lädt zu einem kurzweiligen Weihnachtsvergnügen ein.

Humor: ●●●●○
Anspruch: ●●○○○
Spannung: ●●●○○
Liebe: ●●●●○
Erotik: ●●○○○
Originalität: ●●○○○

Weitere gern gelesene Eindrücke dazu:

Leider habe ich bisher keine Blogrezensionen dazu gefunden. Auf Amazon hat die Geschichte allerdings schon einige Bewertungen erhalten: Amazon*

Eure Hannah 🙂

*DIESE LINKS FÜHREN ZU EXTERNEN SEITEN, AUF DENEN IHR MEHR INFORMATIONEN ZUM JEWEILIGEN SCHLAGWORT FINDET. DAS KÖNNEN Z.B. VERLAGSSEITEN SEIN, NACHRICHTENSEITEN ODER HOMEPAGES DER AUTOREN. DIE VERLINKUNGEN ERFOLGEN FREIWILLIG UND WERDEN NICHT VERGÜTET.

2 Gedanken zu “[Rezension] Eine McElroy zu viel von KL Hughes

  1. Hallo, ich hab das Buch schon im September gelesen und fast überlegt mir die Print-Ausgabe zu Weihnachten zu wünschen – jetzt bereue ich es. Oh man. Aber naja, dann lese ich einfach das E-Book nochmal in den nächsten Tagen. 😀 Ich fand die Geschichte nämlich echt süß und kanns allen nur empfehlen die was Lustiges brauchen! 🙂
    Frohe Weihnachten und LG Betty

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Betty,
      ja, irgendwie lesen sich Weihnachtsgeschichten zu Weihnachten halt auch nochmal ein bisschen kuscheliger, finde ich! 😀 Hast du nochmal reingelesen? 🙂

      Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr!
      Hannah

      Gefällt mir

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