19 Love Songs von David Levithan

[Rezension] 19 Love Songs von David Levithan

Leztendlich sind wir dem Universum egal, Will & Will, Dash & Lily und noch einige mehr – das sind Bücher, in denen mich David Levithan schon durch seinen Schreibstil verzaubert hat. Für seine Freunde schreibt der Autor seit jeher Geschichten über die Liebe, die er gern zum Valentinstag geteilt hat und die sich nun in einem gemeinsamen Band in 19 Love Songs* wiederfinden. Das Buch ist im November 2020 im LAGO Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 16,99 €.

Kurzbeschreibung Inhalt

19 Kurzgeschichten, 19 Mal geht es um die Liebe – allerdings um Liebe in den unterschiedlichsten Facetten. Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind, völlig unverhoffte Liebe, die Erinnerung an eine Begegnung in der Vergangenheit, eine verpasste Chance, der Rückblick auf das eigene Leben, ein gemeinsamer, steiniger Lebensweg, aber auch die Liebe zu sich selbst. Es gibt Begegnungen mit alten Bekannten aus Two Boys Kissing oder Letztendlich sind wir dem Universum egal.

Meine Meinung

David Levithan hat mich schon immer durch seine Art zu erzählen begeistert. Er schreibt poetisch, ohne aufgeblasen zu wirken, selbstverständlich inklusiv, ohne es gewollt wirken zu lassen, romantisch, ohne kitschig zu werden. Er ist für mich ein wahrer Meister darin, anspruchsvolle Jugenliteratur zu schreiben, die doch für alle verständlich ist.

Queere Charaktere sind für ihn selbstverständlich, deshalb finden wir uns im Großteil der Geschichten repräsentiert. Gleichzeitig stellt er konservative Rollenklischees infrage, ohne den Zeigefinger zu erheben und löst damit bei den Lesenden einen Gedankenstrom aus, durch den die eigene Selbstreflexion und das Überdenken gesellschaftlicher Strukturen in Gang gesetzt werden.

Trotz dem Anspruch bleiben seine Geschichten stets leicht und hoffnungsvoll, sie geben den Lesenden ein gutes, behütetes Gefühl. Sie eignen sich zum Selbst- und zum Vorlesen und sind in sich abgeschlossen, sodass sie gut häppchenweise genossen werden können.

Fazit

David Levithan hat einen Wahnsinns-Schreibstil, mit dem er mich immer wieder begeistern kann. Durch wenige Worte schafft er es, gleichzeitig zu unterhalten, ein Wohlgefühl zu vermitteln und Denkprozesse bei den Lesenden in Gang zu setzen, die einen offenen Blick auf die Welt zulassen. Rollenklischees und gesellschaftliche Strukturen werden selbstverständlich infrage gestellt und erweitern damit bestenfalls den eigenen Horizont, doch wirken seine Geschichten dabei nie anklagend. In 19 Love Songs* finden wir schöne, traurige, neu gedachte queere Liebesgeschichten, durch die wir alle ein Stück wachsen und mehr zu uns finden können.

Humor: ●●●○○
Anspruch: ●●●○○
Spannung: ●●○○○
Liebe: ●●●●●
Erotik: ●○○○○
Originalität: ●●●●○

Weitere gern gelesene Eindrücke dazu:

Like a Dream* • Sophias Bookplanet* • Zeilenwelt*

Eure Hannah 🙂

*DIESE LINKS FÜHREN ZU EXTERNEN SEITEN, AUF DENEN IHR MEHR INFORMATIONEN ZUM JEWEILIGEN SCHLAGWORT FINDET. DAS KÖNNEN Z.B. VERLAGSSEITEN SEIN, NACHRICHTENSEITEN ODER HOMEPAGES DER AUTOREN. DIE VERLINKUNGEN ERFOLGEN FREIWILLIG UND WERDEN NICHT VERGÜTET.

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