Ein wirklich erstaunliches Ding Cover (© BOLD Verlag)

[Rezension] Ein wirklich erstaunliches Ding von Hank Green

Über Ein wirklich erstaunliches Ding* gibt es viele Dinge zu sagen. Zum einen ist der Autor Hank Green kein anderer als John Greens (»Das Schicksal ist ein mieser Verräter«) nerdiger kleiner Bruder, der durch Wissenschaftssendungen und ihren gemeinsamen YouTube-Kanal bekannt ist. Zum anderen ist es das erste Buch, das bei bold erschienen ist, dem neuen Imprint des dtv Verlags für Digital Natives ab 20 Jahren. Sowohl durch den neuen Imprint als auch das außergewöhnliche Thema des Buchs sah man darin wohl das meiste Potenzial, die neue Zielgruppe zu erreichen, weshalb durch einen sogenannten Bookdrop dem Buch große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Zum Erscheinungstermin wurden von zahlreichen Buchbloggern in ihrer Stadt einige Printexemplare des Titels verteilt, in denen der Finder darum gebeten wird, das Buch zu lesen, bestenfalls seine Meinung dazu zu posten und das Buch inkl. der Gebrauchsanweisung wieder für neue Leser auszusetzen. Diese Idee der plötzlichen, »über Nacht« erscheinenden Bücher ist eng verzahnt mit der eigentlichen Story, wie ihr im nächsten Abschnitt lesen könnt. Ich würde zwar nicht sagen, dass es das beste Buch ist, das ich seit langem gelesen habe; jedoch definitiv eines der ungewöhnlichsten und abgedrehtesten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Weiterlesen »

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Someone New Cover (© LYX Verlag)

[Rezension] Someone New von Laura Kneidl

Ich finde, nach der Erscheinung sind genug Wochen vergangen, um gefahrlos über den großen »Spoiler« zu sprechen, der sich hinter Someone New* von Laura Kneidl verbirgt. Vermutlich hätte ich das allerdings zu jeder Zeit getan, denn zumindest glaube ich, dass die Rezensionen auf diesem Blog hauptsächlich von queeren Menschen gelesen werden oder nicht-queeren Menschen, die gezielt nach queeren Charakteren in Büchern suchen oder denen Diversität wichtig ist. Das heißt so viel wie: Solltet ihr vor dem Lesen nicht wissen wollen, inwiefern dieses Buch thematisch queer ist, dann lest an dieser Stelle bitte nicht weiter. Wenn euch im Gegensatz dazu die LGBT+-Thematik auf irgendeine Weise wichtig ist und ihr wissen wollt, ob das Buch für euch interessant sein könnte, möchte ich euch im Folgenden die Besonderheiten und nicht-Besonderheiten dieses Buchs vorstellen, ohne zu viel zu verraten. Weiterlesen »

Neuerscheinungen März 2019

[Neuerscheinungen] LGBT-Bücher im März 2019

Es ist Ende Februar und ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal vor so einer riesigen Auswahl an queeren Neuerscheinungen für den nächsten Monat stand. Ich beschränke mich ja schon auf die Print-Neuerscheinungen, doch dieses Mal waren es so viele, dass ich selbst bei den 10 folgenden LGBT+-Büchern eine enge Auswahl treffen musste, denn irgendwo ist auch mal Schluss. 😀 Freut euch also auf einen großartigen queeren Buch-März! 🙂Weiterlesen »

Frag mich, wie es für mich war Cover (© Beltz & Gelberg)

[Rezension] Frag mich, wie es für mich war von Christine Heppermann

Frag mich, wie es für mich war* von Christine Heppermann ist kein Buch das »Schau mich an, ich bin queer!« schreit und ich bin froh, dass der Verlag mich auf dieses besondere Stück der Literatur aufmerksam gemacht hat. Die komplette Geschichte ist in Gedichtform geschrieben; Gedichte, die die Protagonistin über ihre erste Liebe, ihre Erfahrung mit einer Abtreibung und den nachträglichen Verlustgefühlen schreibt. Und darüber, wie sie langsam ihren Weg findet, damit umzugehen. Klingt immer noch nicht queer? Dann lies weiter! 😉 Weiterlesen »

Queere Buchchallange 2019 (Like a Dream)

[Challenge] Queere Buchchallenge 2019

Letztes Jahr habe ich an der LGBTQIA Reading Challenge 2018 von Moyas Buchgewimmel teilgenommen, dieses Jahr habe ich die Queere Buchchallenge 2019 bei Juliane von Like a Dream entdeckt. Ich finde es ganz schön, durch solche Lesechallenges meine gelesenen Bücher etwas intensiver dokumentiert zu haben und in diesem Fall auch zu Büchern zu greifen, die ich sonst wahrscheinlich nicht unbedingt gelesen hätte.Weiterlesen »

Boy Erased Cover (© secession Verlag)

[Rezension] Boy Erased von Garrard Conley

Boy Erased* bespricht das wichtige Thema der Umerziehungstherapien, die bei Jugendlichen und Erwachsenen mit dem religiösem Hintergrund durchgeführt werden, ihnen ihre Homosexualität »auszutreiben«. Für mich war schon länger klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste; und besonders mit Hinblick auf den anstehenden Kinostart der Verfilmung Der Verlorene Sohn* war es mir wichtig, dieser Geschichte die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient.

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Rosen & Knochen Cover (© Drachenmond Verlag)

[Rezension] Rosen und Knochen von Christian Handel

Christian Handel habe ich im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse kennen gelernt. Er ist Vollblut-Fantasy-Fan und führt seit über zehn Jahren einen Blog über die Fantasy-Buchwelt, auf dem er regelmäßig queere Vertreter dieses Genres vorstellt. Sein erstes Werk Rosen und Knochen* ist sogleich mein erstes Buch aus dem Drachenmondverlag und ich war wahnsinnig gespannt darauf, eine queere Märchenadaption von »Schneeweißchen und Rosenrot« zu lesen; doch beim Lesen stellte ich schnell fest, dass es sich vielmehr um eine abgewandelte Version von »Hänsel und Gretel« dreht. Und was soll ich sagen: Ich bin begeistert! Weiterlesen »

Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen Cover (© Beltz & Gelberg)

[Rezension] Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen von Elisabeth Steinkellner

Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen* von Elisabeth Steinkellner hätte ich fast übersehen, denn weder das unscheinbare Cover noch der Klappentext geben Aufschluss über einen queeren Inhalt. Letztendlich hat sich dieses Jugendbuch als kleines Meisterwerk herausgestellt, das es durchaus mit großen Autoren wie Wolfgang Herrndorf, John Green oder Stephen Chbosky aufnehmen kann. Ich frage mich, wieso bis dato von der österreichischen Autorin noch nichts zu mir durchgedrungen war. Weiterlesen »

Gefährliche Freundinnen Cover (© Fischerverlage)

[Rezension] Gefährliche Freundinnen von Cat Clarke

Gefährliche Freundinnen* ist die neueste Übersetzung eines von Cat Clarkes Jugendromanen, der mich nicht wegen des Covers, sondern wegen des Inhalts angesprochen hat. Sie ist nämlich nichts anderes als ein Internatsroman mit einem queeren Zwilling in der Hauptrolle, die ihre Schwester durch Anorexie verloren hat. Als wäre das nicht genug, spielt Manipulation eine große Rolle, sodass du dich permanent fragst, wem du eigentlich trauen kannst. Wenn das mal nicht eine fantastische Ausgangssituation ist! Weiterlesen »