Von wegen versprochen Cover (© Ylva Verlag)

[Rezension] Von wegen versprochen von G Benson

Es gibt schönere Cover. Und ich kann es nicht schönreden. Allerdings ist es ja glücklicherweise so, dass es auf den Inhalt ankommt, und der ist in diesem Fall eine kleine Besonderheit. Während es sich im Englischen schon etabliert hat, für nicht-binäre Personen die Pronomen they/them zu verwenden, gibt es im Deutschen dafür noch kein Patentrezept. Und Von wegen versprochen* ist einer der ersten Versuche, geschlechtsneutrale Pronomen in Buchform auf einen enby Charakter anzuwenden. Weiterlesen »

Space Opera Cover (© Fischer TOR Verlag)

[Rezension] Space Opera von Catherynne M. Valente

Schon als ich von der Erscheinung der Originalversion von Space Opera* von Catherynne M. Valente erfuhr, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen muss. Ein völlig abgedrehtes Weltraum-Szenario, in dem verschiedenste Spezies in einem metagalaktischen Gran-Prix um das Überleben ihres Planeten singen – dazu noch mit einem Cast, der kaum queerer sein könnte – das klang für mich nach einem Riesenspaß. Um ehrlich zu sein griff ich nicht danach, weil ich ein großer Fan des Eurovision Song Contests bin, denn das nimmt in dieser Geschichte eine größere Rolle ein als erwartet; aber immer der Reihe nach. Weiterlesen »

Sadie Cover (© Verlag Beltz & Gelberg)

[Rezension] Sadie von Courtney Summers

Sadie* habe ich kennengelernt, als mir mehr und mehr englischsprachige Lesermeinungen dazu über den Weg gelaufen sind. Sadie sollte außergewöhnlich sein, intensiv und die Charaktere weit entfernt von heteronormativ. Beltz & Gelberg hat der deutschen Sadie eine Stimme gegeben, einen (wie ich finde) sehr stimmungsintensiven Buchtrailer entstehen lassen, den ihr am Ende des Beitrags findet, und durch die Seite findsadie.de* eine fast schon zu realistische Wirkung der Geschichte erzeugt. Man bekommt dadurch das Gefühl, West sei tatsächlich und genau in diesem Moment auf der Suche nach Sadie. Weiterlesen »

Frag mich, wie es für mich war Cover (© Beltz & Gelberg)

[Rezension] Frag mich, wie es für mich war von Christine Heppermann

Frag mich, wie es für mich war* von Christine Heppermann ist kein Buch das »Schau mich an, ich bin queer!« schreit und ich bin froh, dass der Verlag mich auf dieses besondere Stück der Literatur aufmerksam gemacht hat. Die komplette Geschichte ist in Gedichtform geschrieben; Gedichte, die die Protagonistin über ihre erste Liebe, ihre Erfahrung mit einer Abtreibung und den nachträglichen Verlustgefühlen schreibt. Und darüber, wie sie langsam ihren Weg findet, damit umzugehen. Klingt immer noch nicht queer? Dann lies weiter! 😉 Weiterlesen »

Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne Cover (© Fischer Verlag)

[Rezension] Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne von Marieke Nijkamp

Auf Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne* bin ich nur gestoßen, weil ich von Marieke Nijkamp schon 54 Minuten gelesen und geliebt habe. Ein Glück! Die Autorin wirbt nicht mit ihren queeren Figuren, doch Diversität spielt in ihren Jugendromanen eine große Rolle. Die Sexualität an sich wird dabei nur nebenbei thematisiert, doch wahrnehmbar bleibt sie in jedem Fall. In diesem Roman, den ich fast in die Kategorie Mysterythriller einordnen würde, ist die Protagonistin asexuell und ihre beste Freundin hat für sich den Begriff »pansexuell« als passend befunden. Weiterlesen »