WILD von Ella Blix

[Rezension] Wild – sie hören dich denken von Ella Blix

Original deutschsprachige Literatur hat es auf unserem Buchmarkt nach wie vor schwer, und ganz besonders die von queeren AutorInnen. Doch Ella Blix zeigt, dass es auch anders geht! Hinter dem Autorinnenduo stecken die beiden erfolgreichen queeren Autorinnen Antje Wagner und Tania Witte, die auch jede für sich schon einige Bücher veröffentlicht haben. Mit Der Schein ist 2018 ihr erstes gemeinsames Jugendbuch erschienen, das mir viel Freude bereitet hat. Da kam ich nicht umhin, auch ihre neueste Veröffentlichung unter die Lupe zu nehmen. Weiterlesen »

Queer Heroes von Arabelle Sicardi

[Rezension] Queer Heroes (dt.) von Arabelle Sicardi

Letztes Jahr startete der Loewe Verlag mit Ben Brooks »Stories for Boys Who Dare to be Different« eine Reihe an Büchern über Helden und Vorbilder, die nicht so ganz in das Raster der Gesellschaft gepasst und gleichzeitig Großes erreicht haben. Das Buch sollte gerade jungen Menschen, die sich manchmal anders fühlen, Mut geben sie selbst zu sein und über sich hinauszuwachsen. Mit »Good Night Stories for Rebel Girls« zog der Hanser Verlag nach, um Mädchen 100 außergewöhnliche Frauen näherzubringen. Queer Heroes* von Arabelle Sicardi ist nun die queere Antwort darauf. Der Juni ist besonders im englischsprachigen Raum als »Pridemonth« bekannt – ein Grund, warum dieses Buch besonders jetzt gut passt! Das Buch ist im Mai 2020 im Prestel Verlag erschienen, hat 64 Seiten und kostet 20,00 €.

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Was Preema nicht weiß Cover (© Sameena Jehanzeb)

[Rezension] Was Preema nicht weiß von Sameena Jehanzeb

Auf die Autorin Sameena Jehanzeb wurde ich 2017 durch ihren ersten Roman Brïn aufmerksam, der mir besonders durch seinen Genremix und seine starken weiblichen Charaktere in Erinnerung geblieben ist. Einige Zeit später erschien ihre Märchenadaption Winterhof mit einer lesbischen Eiskönigin, mit der sie sich bitterkalt in mein Herz geschrieben hat. So stand es für mich außer Frage, auch ihre neueste Erscheinung Was Preema nicht weiß* zu lesen, welche sie im Mai 2020 im Selbstverlag herausgebracht hat. Weiterlesen »

Riss in der Zeit Cover (© Verlag Krug & Schadenberg)

[Rezension] Riss in der Zeit von Ahima Beerlage

Ich liebe die Geschichten aus dem Verlagssortiment von Kurg & Schadenberg! Der kleine Berliner Verlag hat sich auf anspruchsvolle lesbische Literatur spezialisiert und nach einer kleinen Pause nun Riss in der Zeit* von Ahima Beerlage veröffentlicht. Zuletzt habe ich von der Autorin die Biografie Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte gelesen, worin sie auf die LGBTQ-Bewegung der letzten vier Jahrzehnte aufmerksam macht und daran appeliert, in der Community auch generationsübergreifend wieder mehr ins Gespräch miteinander zu kommen. Es folgt die erste Trigger-Warnung auf meinem Blog, weil ich sie hier für sehr wichtig halte: Amoklauf, Angststörungen, Panikattacken.

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Royal Blue Cover (© Knaur Verlag)

[Rezension] Royal Blue von Casey McQuiston

Als »Red, White and Royal Blue« von Casey MyQuiston letztes Jahr im Original auf Englisch erschien, löste es einen Hype aus, der mich stark an den um Love, Simon von Becky Albertalli erinnert: Absolut alle schienen die Geschichte abgöttisch zu lieben. Doch was steckt dahinter? Schon klar, die Faszination der Gesellschaft um Königshäuser ist ungebrochen, doch als ich von der Übersetzung erfuhr, konnte ich nicht anders, als mir mein eigenes Bild zu machen. Ich wollte verstehen, woher der große Hype kommt und ob er gerechtfertigt ist. Weiterlesen »

Das Konsortium oder: Die ungenaue Zeit Cover (© Ueberreuter)

[Rezension] Das Konsortium oder: Die ungenaue Zeit von Martin Gries

Selten habe ich vor dem Lesen eines Buchs so wenig über dessen Queerness gewusst. Ich recherchiere normalerweise sehr sorgfältig, lese bei Übersetzungen Rezensionen in Originalsprache, um herauszufinden, wie Queerness in die Geschichte eingewoben und umgesetzt wird und daraus zu schließen, ob das Buch zu meinem Leseverhalten und natürlich zu queerBUCH passt. Bei diesem Buch hatte ich keine Ahnung, denn der Klappentext ist super kurz gehalten, weckte dadurch aber umso mehr mein Interesse. Diese Zusammenkunft zwischen dem Konsortium und mir war also ein Glücksspiel, und ich bin unglaublich froh, dass ich es versucht habe. Denn das Buch ist der Wahnsinn. Weiterlesen »

Neuerscheinungen April 2020

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im April 2020

Wir können die Situation, die wir gerade durch Corona erleben, auf ganz unterschiedliche Weise betrachten. Trotz allem Negativen auch die positiven Seiten zu sehen, ist für mich dabei sehr wichtig. Zum Beispiel ist es eine große Chance für den lokalen Buchhandel, solange dort noch ausgeliefert werden darf, denn wer sein Buch möglichst schnell haben will, ist dort aktuell an der besten Adresse – ganz oft erhaltet ihr die Bestellung noch am selben Tag durch Auslieferung mit dem Fahrrad. So hoffe ich, euch mit diesem Beitrag die zusätzliche Zeit, die viele von euch jetzt zuhause verbringen, zu versüßen und euch auf die queeren Print-Neuerscheinungen im nächsten Monat aufmerksam zu machen, die ich besonders spannend finde. Mit dabei im April sind z.B. weiblich-queere Slavic-Fantasy, queerfeministische Body-Positivity, eine skurrile Heldin eines Planeten mit Totenkult, eine feinfühlige Graphic Novel zum Thema Transgender, die Entstehung einer Biografie, heiß erwartete queere Royals, ein Boys-Love-Manga und der Folgeband eines Rachethrillers mit asexueller Repräsentation. Los geht’s! 🙂Weiterlesen »

Die Überflüssigkeit der Dinge Cover (© Hoffmann & Campe Verlag)

[Rezension] Die Überflüssigkeit der Dinge von Janna Steenfatt

Wer mir auf Instagram folgt, hat es vielleicht schon mitbekommen: Letzten Monat bin ich mit meiner Freundin vom Bodensee nach Hamburg gezogen. Weiter weg geht ja kaum. 😀 Als ich die Beschreibung von Die Überflüssigkeit der Dinge* gelesen habe, wusste ich, ich kann dieses Buch nicht nicht lesen. Deutschsprachige Autorin, über eine queere Protagonistin meiner Generation, Ort des Geschehens: Hamburg. Own-Voices-Autoren haben es auf dem deutschen Buchmarkt extrem schwer von eher großen bzw. Verlagen anspruchsvoller Literatur angenommen und nicht als Nischenprodukt abgestempelt zu werden. Weiterlesen »

Auf eine wie dich habe ich lange gewartet Cover (© cbt Verlag)

[Rezension] Auf eine wie dich habe ich lange gewartet von Patrycja Spychalski

Hin und wieder schaffe auch ich es, nach einem Buch meines SuBs (= Stapel ungelesener Bücher) zu greifen; in diesem Fall eines, das schon seit Jahren ungelesen im Regal stand. Im Mittelpunkt steht ein (vielleicht) bisexuelles Mädchen, dem sowohl ein weiblicher als auch männlicher Love Interest über den Weg läuft. Da ich immer noch finde, dass es sehr wenige Bücher über Protagonisten gibt, die nicht eindeutig homosexuell sind, fand ich das eine spannende Ausgangslage und da konnte ich fast darüber hinwegsehen, dass es sich um eine Dreiecksgeschichte handelt, in der es nicht anders sein kann, als dass einer den Kürzeren zieht.

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Und dieses verdammte Leben geht einfach weiter Cover (© Ueberreuter Verlag)

[Rezension] Und dieses verdammte Leben geht einfach weiter von Hansjörg Nessensohn

Zu Weihnachten habe ich von meiner Mutter dieses Buch bekommen mit den Worten: »Es spielt auf Mallorca und passt sogar zu deinem Blog!«, da ich letztes Jahr dort im Urlaub war und meine Mutter ein Faible für zum Urlaubsort passende Literatur hat. Im Nachhinein bin ich mehr als froh, dass ich diese Geschichte nicht schon im Urlaub gelesen habe, denn die Themen sind alles andere als leicht. Und dieses verdammte Leben geht einfach weiter* ist Hansjörg Nessensohns Debüt und eine der wenigen queeren Nicht-Übersetzungen in einem großen Verlag.Weiterlesen »