Neuerscheinungen April 2020

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im April 2020

Wir können die Situation, die wir gerade durch Corona erleben, auf ganz unterschiedliche Weise betrachten. Trotz allem Negativen auch die positiven Seiten zu sehen, ist für mich dabei sehr wichtig. Zum Beispiel ist es eine große Chance für den lokalen Buchhandel, solange dort noch ausgeliefert werden darf, denn wer sein Buch möglichst schnell haben will, ist dort aktuell an der besten Adresse – ganz oft erhaltet ihr die Bestellung noch am selben Tag durch Auslieferung mit dem Fahrrad. So hoffe ich, euch mit diesem Beitrag die zusätzliche Zeit, die viele von euch jetzt zuhause verbringen, zu versüßen und euch auf die queeren Print-Neuerscheinungen im nächsten Monat aufmerksam zu machen, die ich besonders spannend finde. Mit dabei im April sind z.B. weiblich-queere Slavic-Fantasy, queerfeministische Body-Positivity, eine skurrile Heldin eines Planeten mit Totenkult, eine feinfühlige Graphic Novel zum Thema Transgender, die Entstehung einer Biografie, heiß erwartete queere Royals, ein Boys-Love-Manga und der Folgeband eines Rachethrillers mit asexueller Repräsentation. Los geht’s! 🙂Weiterlesen »

Neuerscheinungen November 2019

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im November 2019

Wie jeden Monat stelle ich auch für den November in diesem Beitrag diejenigen queeren Print-Neuerscheinungen vor, die ich besonders spannend finde. Ich habe sechs Bücher herausgesucht, auf die ich euch gerne aufmerksam machen würde. Mit dabei sind z.B. eine Gay und eine Lesbian Romance, ein neuer Manga von Kabi Nagata, ein schwuler Opernführer, ein Kinderbuch eines bekannten Bloggers zum Thema »Anderssein« und eine neue queere Fantasyreihe von V. E. Schwab. Los geht’s! 🙂Weiterlesen »

Neuerscheinungen Oktober 2019

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im Oktober 2019

Wie jeden Monat stelle ich auch für den Oktober in diesem Beitrag diejenigen queeren Print-Neuerscheinungen vor, die ich besonders spannend finde. Was ich befürchtet hatte, ist eingetreten – es konnte ja nicht ewig mit so vielen neuen queeren Titeln pro Monat weitergehen – doch immerhin habe ich noch sechs Bücher zusammengefunden, auf die ich euch gerne aufmerksam machen würde. Mit dabei sind z.B. eine SciFi-Liebesgeschichte mit dem Thema »Transgender«, Elton Johns Autobiografie, alte Bekannte wie Jeanette Winterson oder Karen M. McManus, ein afrikanisches »Game of Thrones« und die Fortsetzung zu meinem All-Time-Favourite Call me by your Name von Andre Aciman. Los geht’s! 🙂Weiterlesen »

Ramona Blue Cover (© Fischer Verlag)

[Rezension] Ramona Blue von Julie Murphy

Als ich von der Übersetzung von Ramona Blue* von Julie Murphy erfuhr, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist klasse, dass es immer mehr queere Jugendbücher gibt, in denen Sexualität nicht problematisiert wird oder es nicht vorrangig ums Coming Out geht. Auch bisexuelle Charaktere nehmen zu, auch wenn diese in der Regel mit einem gleichgeschlechtlichen Love Interest enden. Aber sind queere Menschen weniger queer, nur weil sie in einer heteronormativen Partnerschaft leben? Bisexuelle haben zudem nochmal mit ganz anderen Vorurteilen zu kämpfen als Lesben oder Schwule und erleben Anfeindungen sowohl außerhalb als auch innerhalb der queeren Community (was, nur nebenbei gesagt, furchtbar ist). Allerdings ging es in diesem Buch nicht, wie ich anfangs dachte, um ein bisexuelles Mädchen, das sich in einen Jungen verliebt. Es ist weitaus komplexer, und genau das ist der Grund dafür, warum ich mich unwiderruflich in diese Geschichte verliebt habe. Weiterlesen »

Neuerscheinungen Juli 2019

[Neuerscheinungen] LGBT-Bücher im Juli 2019

Wie jeden Monat stelle ich auch für den Juli in diesem Beitrag diejenigen queeren Print-Neuerscheinungen vor, die ich besonders spannend finde. Diesen Monat erscheinen wieder so viele LGBT+ Bücher, dass ich mich kaum entscheiden konnte, welche ich euch vorstelle – und trotzdem sind es ganze 10 Titel geworden, die ich am liebsten alle sofort verschlingen würde. 😀 Mit dabei ist z.B. »der genialste Dialog seit Gut gegen Nordwind«, ein Drama über einen vietnamesischen Jungen, die drohende Trennung einer Liebe durch die Berliner Mauer, endlich wieder ein Jugendthriller oder ein deutschsprachiger Own-Voices-Tiel aus einem großen Verlagshaus. Los geht’s! 🙂

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Der Atem einer anderen Welt Cover (© Fischer TOR Verlag)

[Rezension] Der Atem einer anderen Welt von Seanan McGuire

Als ich von der Erscheinung von Der Atem einer anderen Welt* von Seanan McGuire erfahren habe, habe ich mich wahnsinnig gefreut. Es handelt sich nämlich um eine skurrile Fantasy-Reihe, die im englischsprachigen Raum (Original: Every Heart a Doorway) schon längst gefeiert wird; sowohl für ihre Originalität als auch für die selbstverständliche Repräsentation unterschiedlichster Identitäten und Sexualitäten. Wer sich jetzt denkt, »Och nö, schon wieder ein Reihenauftakt, da muss ich ja ewig auf die Übersetzung der weiteren Teile warten!«, täuscht sich, denn in diesem Buch sind die ersten drei Teile gemeinsam enthalten. Jeder Teil ist übrigens in sich abgeschlossen und hat andere, teils aus vorigen Teilen bekannte, Protagonisten. Damit ihr auch versteht, warum die Welt aus Seanan McGuires Feder so besonders ist, lest unbedingt weiter – sofern ihr Fantasy in irgendeiner Weise mögt. 😉 Weiterlesen »

Sadie Cover (© Verlag Beltz & Gelberg)

[Rezension] Sadie von Courtney Summers

Sadie* habe ich kennengelernt, als mir mehr und mehr englischsprachige Lesermeinungen dazu über den Weg gelaufen sind. Sadie sollte außergewöhnlich sein, intensiv und die Charaktere weit entfernt von heteronormativ. Beltz & Gelberg hat der deutschen Sadie eine Stimme gegeben, einen (wie ich finde) sehr stimmungsintensiven Buchtrailer entstehen lassen, den ihr am Ende des Beitrags findet, und durch die Seite findsadie.de* eine fast schon zu realistische Wirkung der Geschichte erzeugt. Man bekommt dadurch das Gefühl, West sei tatsächlich und genau in diesem Moment auf der Suche nach Sadie. Weiterlesen »

Ein wirklich erstaunliches Ding Cover (© BOLD Verlag)

[Rezension] Ein wirklich erstaunliches Ding von Hank Green

Über Ein wirklich erstaunliches Ding* gibt es viele Dinge zu sagen. Zum einen ist der Autor Hank Green kein anderer als John Greens (»Das Schicksal ist ein mieser Verräter«) nerdiger kleiner Bruder, der durch Wissenschaftssendungen und ihren gemeinsamen YouTube-Kanal bekannt ist. Zum anderen ist es das erste Buch, das bei bold erschienen ist, dem neuen Imprint des dtv Verlags für Digital Natives ab 20 Jahren. Sowohl durch den neuen Imprint als auch das außergewöhnliche Thema des Buchs sah man darin wohl das meiste Potenzial, die neue Zielgruppe zu erreichen, weshalb durch einen sogenannten Bookdrop dem Buch große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Zum Erscheinungstermin wurden von zahlreichen Buchbloggern in ihrer Stadt einige Printexemplare des Titels verteilt, in denen der Finder darum gebeten wird, das Buch zu lesen, bestenfalls seine Meinung dazu zu posten und das Buch inkl. der Gebrauchsanweisung wieder für neue Leser auszusetzen. Diese Idee der plötzlichen, »über Nacht« erscheinenden Bücher ist eng verzahnt mit der eigentlichen Story, wie ihr im nächsten Abschnitt lesen könnt. Ich würde zwar nicht sagen, dass es das beste Buch ist, das ich seit langem gelesen habe; jedoch definitiv eines der ungewöhnlichsten und abgedrehtesten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Weiterlesen »

Erhebung Cover (© Heyne Verlag)

[Rezension] Erhebung von Stephen King

Stephen King habe ich schon immer gern gelesen, doch mit Erhebung* legt er sein erstes Werk vor, in dem ein LGBT-Thema im Mittelpunkt steht. Da Homosexuelle in seinen bisherigen Büchern (zumindest in denen, die ich gelesen habe) meist auf Grund fehlender Akzeptanz der Gesellschaft nicht besonders gut wegkamen, war ich dieser Geschichte zwar offen, aber vorsichtig gegenüber eingestellt. Zudem erinnerte die Grundidee sehr an Der Fluch*, bekommt jedoch mit Verlauf der Geschichte ein völlig andere Bedeutung. Weiterlesen »

Hör auf zu lügen Cover (© C.Bertelsmann Verlag)

[Rezension] Hör auf zu lügen von Philippe Besson

Hör auf zu lügen* war für mich eine »Liebe auf den zweiten Blick«, denn durch das in meinen Augen nicht sehr ansprechende Cover hätte ich mich fast gegen einen zweiten Blick entschieden. Zum Glück habe ich diesem autobiografischen Roman eine Chance gegeben. Es war für mich eines der echtesten und beeindruckendsten Leseerlebnisse seit Langem – denn Besson schreibt über sein eigenes Leben so augenöffnend und mitreißend, dass ich mich vor seiner Selbstreflexionsgabe nur verneigen kann. Er ist nicht nur ein begnadeter Schriftsteller, sondern lässt uns teilhaben an einer Verknüpfung von wahren Ereignissen, die wie einem dramatischen Drehbuch entnommen wirken. Weiterlesen »