Marilu von Tania Witte

[Rezension] Marilu von Tania Witte

Marilu* kam in einer eher schweren Zeit zu mir, auf dem Schirm hatte ich das Buch davor nicht so sehr. Manchmal finden uns Bücher im genau richtigen Moment und ziehen uns in sich hinein, umschließen uns wie eine tröstende Umarmung. Marilu* ist das neue Jugendbuch der Autorin Tania Witte, die in all ihren Geschichten Wert auf Vielseitigkeit jeglicher Art legt. Vor einigen Jahren schrieb sie eine Trilogie über eine Gruppe queerer Menschen in Berlin* und könnte euch auch als ein Teil des Autorinnenduos Ella Blix ein Begriff sein, worunter sie gemeinsam mit Antje Wagner ebenfalls Jugendbücher schreibt. Das Buch ist im März 2021 im Arena Verlag erschienen, hat 288 Seiten und kostet 15,00 €. Triggerwarnung (im Buch benannt): Selbstverletzung, Suizid.

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Neuerscheinungen Mai 2020

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im Mai 2020

Wie jeden Monat stelle ich in diesem Beitrag diejenigen queeren Print-Neuerscheinungen vor, die ich besonders spannend finde. Ein bisschen macht sich die Corona-Krise langsam auch bei den Neuerscheinungen bemerkbar, denn einige Veröffentlichungen wurden leider nach hinten verschoben. Trotzdem habe ich für den Mai sechs Bücher gefunden, auf die ich euch gerne aufmerksam machen möchte. Mit dabei im Mai sind z.B. ein verheerende Begegnung in einem Aufzug, queere Body Positivity, die queere Antwort auf »Stories for Boys Who Dare to Be Different«, eine Europareise unter Freunden, die anders läuft als geplant, das Erwachen nach dem Weltuntergang und eine Enemies-to-Lovers-Story zwischen zwei jungen Anwältinnen. Los geht’s! 🙂

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Neuerscheinungen März 2020

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im März 2020

Wie jeden Monat stelle ich in diesem Beitrag diejenigen queeren Print-Neuerscheinungen vor, die ich besonders spannend finde. Wie versprochen strotzt der März nur so vor neuen queeren Büchern und so habe ich 10 Bücher gefunden, auf die ich euch gerne aufmerksam machen möchte. Mit dabei im März sind z.B. ein queerfeministischer Klassiker aus Taiwan, die Suche nach einem Vater, düstere historische Fantasy mit einer Portion Liebe, die Suche nach echten Muttergefühlen, ein beschwerlicher Weg zum wahren Ich, Gender-Kram und der Mut, als Junge seine innere Prinzessin auszuleben, Kinderbücher über beeindruckende Persönlichkeiten, weiblich-queere Fantasy und eine Liebesgeschichte der besonderen Art. Los geht’s! 🙂

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West, West Texas Cover (© Reprodukt Verlag)

[Rezension] West, West Texas von Tillie Walden

Vor einiger Zeit habe ich mit Pirouetten von Tillie Walden meine erste Graphic Novel gelesen und war überrascht, wie gut doch Emotionen auch ohne viel Text übermittelt werden können. Sie beschäftigte sich darin autobiografisch mit ihrem Coming Out und Eiskunstlauf als Profisport – bzw. ihren Ausstieg daraus und ihren Weg zu sich selbst. Nun ist bei Reprodukt mit West, West Texas* eine weitere ihrer Graphic Novels erschienen und das sogar vor dem Erscheinungstermin des Originals (»Are you listening?«)! Ich bin jedenfalls sehr begeistert von dieser jungen Künstlerin und dem Weg, den sie gegangen ist. Weiterlesen »

Ramona Blue Cover (© Fischer Verlag)

[Rezension] Ramona Blue von Julie Murphy

Als ich von der Übersetzung von Ramona Blue* von Julie Murphy erfuhr, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist klasse, dass es immer mehr queere Jugendbücher gibt, in denen Sexualität nicht problematisiert wird oder es nicht vorrangig ums Coming Out geht. Auch bisexuelle Charaktere nehmen zu, auch wenn diese in der Regel mit einem gleichgeschlechtlichen Love Interest enden. Aber sind queere Menschen weniger queer, nur weil sie in einer heteronormativen Partnerschaft leben? Bisexuelle haben zudem nochmal mit ganz anderen Vorurteilen zu kämpfen als Lesben oder Schwule und erleben Anfeindungen sowohl außerhalb als auch innerhalb der queeren Community (was, nur nebenbei gesagt, furchtbar ist). Allerdings ging es in diesem Buch nicht, wie ich anfangs dachte, um ein bisexuelles Mädchen, das sich in einen Jungen verliebt. Es ist weitaus komplexer, und genau das ist der Grund dafür, warum ich mich unwiderruflich in diese Geschichte verliebt habe. Weiterlesen »

Flamingofeuer Cover (© Ulrike Helmer Verlag)

[Rezension] Flamingofeuer von Laura Lay

Als ich vergangenes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse beim Stand des Ulrike Helmer Verlags vorbeischaute, kam ich dort mit den beiden unglaublich sympathischen Verlagsfrauen ins Gespräch. Eigentlich war ich zur Signierstunde dort, um mir mein Exemplar von Schattengesicht, ein lesbischer Psychothriller, von Antje Wagner signieren zu lassen. Kurze Zeit später hatten wir alle vier uns verquatscht und ich habe das erste Mal von Flamingofeuer* erfahren, das als Spitzentitel im Frühjahr 2019 erscheinen sollte. Ein queerer erotischer Episodenroman – das muss man sich erst mal versuchen vorzustellen. Von der erfolgreichen Jugendbuchautorin Antje Wagner, deshalb unter dem Pseudonym Laura Lay. Meine Neugier war jedenfalls geweckt. Weiterlesen »

Neuerscheinungen März 2019

[Neuerscheinungen] LGBT-Bücher im März 2019

Es ist Ende Februar und ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal vor so einer riesigen Auswahl an queeren Neuerscheinungen für den nächsten Monat stand. Ich beschränke mich ja schon auf die Print-Neuerscheinungen, doch dieses Mal waren es so viele, dass ich selbst bei den 10 folgenden LGBT+-Büchern eine enge Auswahl treffen musste, denn irgendwo ist auch mal Schluss. 😀 Freut euch also auf einen großartigen queeren Buch-März! 🙂Weiterlesen »

Queer London Cover (© Penguin Verlag)

[Rezension] Queer London von Peter Ackroyd

Wusstet ihr, dass die homosexuelle »Szene« Londons die größte in Europa und sogar eine der größten weltweit ist? Die Queerness gehört zu London seit jeher dazu und zieht sich durch die Geschichte wie ein roter Faden. Unabhängig davon hat London auf mich schon immer eine besondere Anziehung ausgeübt; es ist diejenige Stadt, die ich mit Ausnahme meiner Heimatstadt am häufigsten besucht habe. Als ich von Peter Ackroyds Queer London* erfuhr, führte für mich also kein Weg an diesem Buch vorbei. Weiterlesen »

Orange Is the New Black Cover (© Rowohlt Verlag)

[Rezension] Orange Is the New Black von Piper Kerman

Na, wer hat die sechste Staffel Orange Is the New Black* viel zu schnell weggesuchtet und darf sich jetzt wieder ein Jahr gedulden, bis die nächste auf Netflix erscheint? Richtig: Ich. Und ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu sagen, dass es euch, die ihr diesen Beitrag lest, nicht anders ergangen ist. Glücklicherweise gibt es Lesefutter zu dieser wunderbar queeren Serie. Sie basiert nämlich auf den realen Erfahrung von Piper Kerman. In ihrem Buch Orange Is the New Black: Mein Jahr im Frauenknast* verarbeitet sie ihre 15-monatige Haftstrafe in einem Frauengefängnis, das letztendlich die Basis für die beliebte Netflix-Serie bildete. Weiterlesen »