HYDE Cover (© Beltz & Gelberg Verlag)

[Rezension] HYDE von Antje Wagner

Es gibt Bücher, die hinterlassen ein wohliges Gefühl, nachdem man den letzten Satz gelesen, nachdem man sie zugeklappt hat, von denen man weiß, jetzt ist die Geschichte zu Ende – sie ist fertig erzählt. Und es gibt Bücher wie HYDE*, bei denen das wahre Kopfzerbrechen, Rückschlüsse und Mutmaßungen erst nach dem Lesen so richtig beginnen. Die deutsche Autorin Antje Wagner ist bekannt für ihre düsteren, mystischen und literarisch hochwertigen (Jugend-)Romane – und vor allem für deren Andersartigkeit (im positiven Sinne). Als sie mir von diesem Projekt erzählte, stand es für mich außer Frage, dass ich auch HYDE unbedingt lesen musste, da ich schon von ihrem früheren Roman Schattengesicht begeistert war. Antje ist übrigens nicht nur eine begnadete Schriftstellerin, sondern auch ungemein sympatisch. Man merkt, wie viel Leidenschaft sie in ihre Geschichten steckt!

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Schattengesicht Cover (© Ulrike Helmer Verlag)

[Rezension] Schattengesicht von Antje Wagner

Durch die Leserunde zu Der Schein von Ella Blix kam ich mit der einen Hälfte des Autorenduos, Antje Wagner, ins Gespräch. Dass sie schon einige von ihren Lesern hochgeschätzte (Jugend-)Romane geschrieben hatte, war mir durchaus bewusst, trotzdem hatte ich bis dato noch nie zu einem dieser gegriffen. Hannah, könnte Schattengesicht* nicht was für dich und deinen Blog sein? − Möglich, keine Ahnung. Es hat mich schon angelächelt. Der Klappentext hält sich ja sehr bedeckt. Aber Moment mal. Neuerscheinung? Über das Buch bin ich doch früher schon mal gestolpert, das gibt’s doch schon länger. Stimmt. Es erschien im Februar 2018 als Neuauflage im Ulrike Helmer Verlag, kam aber erstmals 2010 im Querverlag raus und war eine ganze Zeit lang vergriffen. Fast ohne irgendeine Ahnung vom Inhalt dieses Buchs ging ich das Lesen relativ blauäugig an. Und jetzt, einige Tage nach Beendigung, lässt es mich immer noch nicht los, ich durchlebe die Szenen wieder und wieder und versuche, die Lücken zu schließen und die Geschichte weniger aufwühlend werden zu lassen. Weiterlesen »