Giovannis Zimmer Cover (© dtv Verlag)

[Rezension] Giovannis Zimmer von James Baldwin

Auf James Baldwin wurde ich erst durch die Neuauflagen seiner Werke beim dtv Verlag Anfang 2018 aufmerksam, der allen seinen Werken nach und nach neue, zueinander passende Gewänder und Übersetzungen verleiht. Mit Von dieser Welt* gelang James Baldwin 1953 der Durchbruch als Schriftsteller. Mit seinem zweiten Roman Giovannis Zimmer* verlor er seinen Verlag und bekam von seiner Agentin den Rat, das Manuskript zu verbrennen. 1956 fand der Autor dann doch einen Verlag, der sich seiner Geschichte annahm und sorgte mit der Veröffentlichung für einen Skandal. In Deutschland erschien der Roman erstmals 1963 und war danach für lange Zeit vergriffen – bis er bei dtv nun im Februar 2020 in Neuübersetzung erschien. Weiterlesen »

Neuerscheinungen Februar 2020

[Neuerscheinungen] Queere Bücher im Februar 2020

Wie jeden Monat stelle ich in diesem Beitrag diejenigen queeren Print-Neuerscheinungen vor, die ich besonders spannend finde. Endlich geht es wieder aufwärts mit neuen queeren Büchern und so habe ich 8 Bücher gefunden, auf die ich euch gerne aufmerksam machen würde. (Im März scheint es übrigens genauso weiterzugehen!) 🙂 Mit dabei im Februar sind z.B. eine Jugenddystopie, die Wiedererscheinung und Neuübersetzung zweier queerer Klassiker, ein humorvolles Kinderbuch über Transidentität und ein tiefgründiges über einen Neuanfang, ein Drama über die eigene Herkunft, queerer Lifestyle in Hamburg und Neues von Ocean Vuong. Los geht’s! 🙂

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Die besten LGBT Bücher 2019

[Highlights] Die besten LGBT-Bücher 2019

Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut angekommen und habt Lust, mit mir das Lesejahr 2019 Revue passieren zu lassen. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf diejenigen queeren Bücher, die ich im Jahr 2019 am besten fand und die mir am meisten im Gedächtnis geblieben sind. Die ausgesuchten Bücher in diesem Beitrag zählen zu meinen absoluten Jahreshighlights. Zur Auswahl standen alle LGBT+-Bücher, die ich im Jahr 2019 gelesen habe und die auch im selben Jahr erschienen sind. Es war gar nicht so einfach mich festzulegen, denn auch im letzten Jahr sind wieder viele tolle Bücher erschienen. Die Reihenfolge ist alphabetisch und nicht nach einer Rangliste festgelegt und die Links führen euch zu den jeweiligen Rezension.Weiterlesen »

Like a (bad) Dream Cover (© Juliane Seidel, Hrsg.)

[Rezension] Like a (bad) Dream: Benefizanthologie von Juliane Seidel (Hrsg.)

Vor ganzen 18 Jahren startete meine Bloggerkollegin Juliane Seidel ihren queeren Rezensionsblog Like a Dream* – damals noch mit dem Schwerpunkt Manga und Comic. Mit der Zeit baute sie ihn immer weiter aus und rezensiert inzwischen jegliche queere Literatur mit einer besonderen Vorliebe für Fantasy und Jugendromane. Schon ihren 15. Bloggeburtstag feierte sie mit der Herausgabe einer Benefizanthologie, die 15 Kurzgeschichten deutschsprachiger Autoren enthält sowie eine von Juliane selbst beigesteuerte. Zur Volljährigkeit ihres Blogs sollte nun eine weitere Benefizanthologie her, thematisch etwas düsterer, wozu sich wieder 18+1 Autoren zusammenfanden. Leider ist der Autor Kai Brodersen während der Planung seiner Kurzgeschichte viel zu früh durch sein Krebsleiden verstorben, weshalb in diesem Buch ein Platzhalter für seine Kurzgeschichte zu finden ist und letztendlich die gesamte Veröffentlichung ihm gewidmet wurde. Weiterlesen »

Boy Erased Cover (© secession Verlag)

[Rezension] Boy Erased von Garrard Conley

Boy Erased* bespricht das wichtige Thema der Umerziehungstherapien, die bei Jugendlichen und Erwachsenen mit dem religiösem Hintergrund durchgeführt werden, ihnen ihre Homosexualität »auszutreiben«. Für mich war schon länger klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste; und besonders mit Hinblick auf den anstehenden Kinostart der Verfilmung Der Verlorene Sohn* war es mir wichtig, dieser Geschichte die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient.

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Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen Cover (© Beltz & Gelberg)

[Rezension] Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen von Elisabeth Steinkellner

Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen* von Elisabeth Steinkellner hätte ich fast übersehen, denn weder das unscheinbare Cover noch der Klappentext geben Aufschluss über einen queeren Inhalt. Letztendlich hat sich dieses Jugendbuch als kleines Meisterwerk herausgestellt, das es durchaus mit großen Autoren wie Wolfgang Herrndorf, John Green oder Stephen Chbosky aufnehmen kann. Ich frage mich, wieso bis dato von der österreichischen Autorin noch nichts zu mir durchgedrungen war. Weiterlesen »

Hör auf zu lügen Cover (© C.Bertelsmann Verlag)

[Rezension] Hör auf zu lügen von Philippe Besson

Hör auf zu lügen* war für mich eine »Liebe auf den zweiten Blick«, denn durch das in meinen Augen nicht sehr ansprechende Cover hätte ich mich fast gegen einen zweiten Blick entschieden. Zum Glück habe ich diesem autobiografischen Roman eine Chance gegeben. Es war für mich eines der echtesten und beeindruckendsten Leseerlebnisse seit Langem – denn Besson schreibt über sein eigenes Leben so augenöffnend und mitreißend, dass ich mich vor seiner Selbstreflexionsgabe nur verneigen kann. Er ist nicht nur ein begnadeter Schriftsteller, sondern lässt uns teilhaben an einer Verknüpfung von wahren Ereignissen, die wie einem dramatischen Drehbuch entnommen wirken. Weiterlesen »

Wicker King Cover (© dtv Verlag)

[Rezension] Wicker King von Kayla Ancrum

Wicker King* von Kayla Ancrum wäre mir beinahe durchgerutscht. Es ist kein Buch, das mit seiner queeren Komponente wirbt, wobei diese durchaus vorhanden ist. Das ist allerdings nicht das primäre Thema, wenn auch die einzigartige Beziehung zwischen den beiden Protagonisten im Fokus steht. Die Geschichte ist nicht nur in ihrer Aufmachung (dazu später mehr), sondern auch in ihrer Erzählweise sehr besonders und liegt mir noch schwer im Magen. Das Buch ist für mich ein absolutes Highlight, aber bestimmt auch eines, das polarisiert. Weiterlesen »

Call Me by Your Name Cover (© dtv Verlagsgesellschaft)

[Rezension] Call Me by Your Name (Ruf mich bei deinem Namen) von André Aciman

Call Me by Your Name* oder auch Ruf mich bei deinem Namen von André Aciman hatte ich mir als Urlaubslektüre zugelegt und an den wunderbaren Stränden von Sardinien verschlungen. Ich hätte mir kein passenderes Buch dafür aussuchen können, denn die Haupthandlung der Geschichte findet im Sommer irgendwo in Italien mitunter an Stränden statt; nicht zu vergessen die unerträgliche Anziehung zwischen beiden Protagonisten, die sich immer weiterspinnt… Im März ist die Verfilmung dazu in den deutschen Kinos angelaufen (den Trailer könnt ihr euch unten am Ende des Beitrags anschauen), die ich leider noch nicht gesehen habe. Was ich bisher dazu gehört habe, klingt allerdings wahnsinnig mitreißend und das gleiche Gefühl löst auch der Trailer in mir aus… Habt ihr den Film schon gesehen, wie hat er euch gefallen? Weiterlesen »

Neuerscheinungen Juli

[Neuerscheinungen] LGBT-Bücher im Juli 2018

Während ich gerade (hoffentlich) unter der Sonne auf Sardinien brutzle, dürft ihr euch an den LGBT-Neuerscheinungen für den Juli 2018 erfreuen, auf die ich mich am meisten freue. 🙂 Die Bücher klingen (für mich) wieder mal alle total vielversprechend und ich hoffe, da ist für jeden etwas dabei. Auf eines freue ich mich ganz besonders, und das seit dem Moment, in dem ich von diesem Buch erfahren habe. Dazu aber gleich mehr. 🙂

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