Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen Cover (© Beltz & Gelberg)

[Rezension] Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen von Elisabeth Steinkellner

Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen* von Elisabeth Steinkellner hätte ich fast übersehen, denn weder das unscheinbare Cover noch der Klappentext geben Aufschluss über einen queeren Inhalt. Letztendlich hat sich dieses Jugendbuch als kleines Meisterwerk herausgestellt, das es durchaus mit großen Autoren wie Wolfgang Herrndorf, John Green oder Stephen Chbosky aufnehmen kann. Ich frage mich, wieso bis dato von der österreichischen Autorin noch nichts zu mir durchgedrungen war. Weiterlesen »

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Gefährliche Freundinnen Cover (© Fischerverlage)

[Rezension] Gefährliche Freundinnen von Cat Clarke

Gefährliche Freundinnen* ist die neueste Übersetzung eines von Cat Clarkes Jugendromanen, der mich nicht wegen des Covers, sondern wegen des Inhalts angesprochen hat. Sie ist nämlich nichts anderes als ein Internatsroman mit einem queeren Zwilling in der Hauptrolle, die ihre Schwester durch Anorexie verloren hat. Als wäre das nicht genug, spielt Manipulation eine große Rolle, sodass du dich permanent fragst, wem du eigentlich trauen kannst. Wenn das mal nicht eine fantastische Ausgangssituation ist! Weiterlesen »

Winterhof Cover (© Zeilengold Verlag)

[Rezension] Winterhof von Sameena Jehanzeb

Auf Winterhof* von Sameena Jehanzeb habe ich mich schon lange gefreut, denn ich fand ihren Erstling Brïn, eine Art LGBT-Fantasy-SciFi-Thriller, schon sehr besonders. Das neue Buch aus ihrer Feder ist jedoch etwas ganz anderes: eine (queere) Märchenadaption der »Schneekönigin«. Ein kleines bisschen neugierig war ich auch durch die Tatsache, dass Elsa aus dem Disneyfilm »Frozen« oder auf Deutsch: »Die Eiskönigin« in der LGBT+-Community durch #GiveElsaAGirlfriend hohen Anklang fand – nicht zuletzt lässt sich der Titelsong Let It Go auch als Coming Out verstehen. Winterhof* jedoch hat bis auf die queere Komponente kaum etwas mit »Frozen« gemein und ist vor allem um einiges düsterer. Weiterlesen »

Wir können alles sein Cover (© Johanna Kramer)

[Rezension] Wir können alles sein von Johanna Kramer

Wir können alles sein* ist der Debütroman von Johanna Kramer, die mit Anfang 30 ihren Bürojob an den Nagel gehängt hat, um sich dann vollständig dem Schreiben zu widmen. Ein mutiger Schritt, der sich in meinen Augen auf jeden Fall gelohnt hat! Auf Instagram hat Johanna ihre Reise durch Schottland mit uns geteilt und uns an ihrem Schreibprozess teilhaben lassen. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich ihr Buch nach dem Erscheinen direkt lesen musste. Und jetzt brenne ich darauf, euch davon zu erzählen, denn es ist ein Buch, auf das ich ohne es zu wissen schon lange gewartet hatte. (Ich mag es eigentlich nicht, wenn jemand so überschwänglich von einem Buch erzählt, denn dann bin ich erstmal skeptisch. 😀 Ihr werdet im Laufe der Rezension aber merken, warum ich schwärme.) Weiterlesen »

Erhebung Cover (© Heyne Verlag)

[Rezension] Erhebung von Stephen King

Stephen King habe ich schon immer gern gelesen, doch mit Erhebung* legt er sein erstes Werk vor, in dem ein LGBT-Thema im Mittelpunkt steht. Da Homosexuelle in seinen bisherigen Büchern (zumindest in denen, die ich gelesen habe) meist auf Grund fehlender Akzeptanz der Gesellschaft nicht besonders gut wegkamen, war ich dieser Geschichte zwar offen, aber vorsichtig gegenüber eingestellt. Zudem erinnerte die Grundidee sehr an Der Fluch*, bekommt jedoch mit Verlauf der Geschichte ein völlig andere Bedeutung. Weiterlesen »

Der schottische Bankier von Surabaya Cover (© Verlag Krug & Schadenberg)

[Rezension] Der schottische Bankier von Surabaya (Ava Lee #5) von Ian Hamilton

Von Der schottische Bankier von Surabaya* von Ian Hamilton habe ich das erste Mal durch Andrea Krug gehört, die mir den neuen Krimi aus ihrem Verlag ans Herz legte mit den Worten: »Ich finde sie unwiderstehlich…« Gemeint ist Ava Lee, die Protagonistin und Heldin dieser Krimireihe, deren Bände in sich abgeschlossen sind. Mein vorgezogenes Fazit: Ich kann Andrea Krug da nur zustimmen! Ich habe die vorherigen vier Bände noch nicht gelesen, deshalb beruht diese Rezension nur auf den Eindrücken, die ich durch diesen fünften Teil erhalten habe. Ava Lee als Heldin finde ich jedenfalls nicht nur unwiderstehlich, sondern auch überaus faszinierend; doch ich greife vor.

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Am Ende sterben wir sowieso Cover (© Arctis Verlag)

[Rezension] Am Ende sterben wir sowieso von Adam Silvera

Am Ende sterben wir sowieso* – das ist die erste deutsche Übersetzung eines der Bücher von Adam Silvera. Wer sich mit LGBT+-Literatur beschäftigt, ist in den letzten Jahren wahrscheinlich über das englische Original They Both Die at the End* gestolpert oder über eines seiner anderen beiden Bücher: More Happy Than Not* und History Is All You Left Me*. Diesen Monat erscheint sein neues Buch What If It’s Us*, das er zusammen mit Love, Simons Autorin Becky Albertalli geschrieben hat – ich schätze, Silvera weiß einfach, was die Leute lesen wollen. Bisher bin ich um all diese Schätze nur herumgeschlichen, doch als ich von der deutschen Übersetzung erfuhr, war für mich sofort klar, dass es jetzt keine Ausreden mehr gab – ich musste es lesen. Meine Erwartungshaltung war relativ hoch. Weiterlesen »

Wicker King Cover (© dtv Verlag)

[Rezension] Wicker King von Kayla Ancrum

Wicker King* von Kayla Ancrum wäre mir beinahe durchgerutscht. Es ist kein Buch, das mit seiner queeren Komponente wirbt, wobei diese durchaus vorhanden ist. Das ist allerdings nicht das primäre Thema, wenn auch die einzigartige Beziehung zwischen den beiden Protagonisten im Fokus steht. Die Geschichte ist nicht nur in ihrer Aufmachung (dazu später mehr), sondern auch in ihrer Erzählweise sehr besonders und liegt mir noch schwer im Magen. Das Buch ist für mich ein absolutes Highlight, aber bestimmt auch eines, das polarisiert. Weiterlesen »

Pirouetten Cover (© Reprodukt Berlin)

[Rezension] Pirouetten von Tillie Walden

Pirouetten* von Tillie Walden war meine erste Graphic Novel. Hätte ich nur schon früher zu Graphic Novels gegriffen, es hat mich nämlich unheimlich fasziniert, so schnell und so visuell in eine Geschichte auf Papier abzutauchen! Aber das nur so am Rande. 😀 Mein Interesse geweckt hat dieses Buch jedenfalls zum einen, weil ich selbst viele Jahre lang Turniertanz (nicht Eiskunstlauf!) betrieben habe und zum anderen, weil Tillie Walden mit dieser autobiographischen Graphic Novel ihren Weg zum selbstbewussten Umgang mit ihrer Homosexualität beschreibt. Es ist eine Coming-Out- und Coming-off-Age-Geschichte, in der es auch um’s Eislaufen geht. Weiterlesen »